Mai 2026
Castelfalfi Resort
Der neue Glanz eines Dorfes im Herzen der Toskana
Kurve um Kurve schlängelt sich die Straße zwischen Olivenhainen und Reben, dem sanften Rhythmus der Hügel folgend. Man durchquert Wälder, fährt entlang jahrhundertealter Weinberge. Dann, plötzlich, erscheint das Profil einer Festung.
Wie eine steinerne Krone auf dem Hügel liegend, dominiert die Burg von Castelfalfi die Landschaft mit ruhiger Autorität. Sie ist nicht verborgen, aber sie drängt sich nicht auf. Sie lässt sich finden von denen, die bereit sind, sich Zeit zu nehmen.
Eingebettet im Herzen der Valdera, zwischen Volterra und San Gimignano, wacht sie über jenen Teil der Toskana, in dem der Horizont sanfte Wellen auf Böden zeichnet, die von Menschenhand behutsam geformt wurden und in denen jede Epoche ihre Spuren hinterlassen hat.
Castelfalfi ist der sichtbare Ausdruck all dieser Spuren. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 754, dann kamen die Langobarden und die Medici. Die Mezzadria (Halbpacht) formte die Landschaft, Tabak erfüllte die Lagerhäuser mit Duft, der Wein bestimmte den Rhythmus der Jahreszeiten.
Nach dem Krieg, mit der langsamen Entvölkerung der ländlichen Gebiete, blieb die Zeit stehen, das Dorf am Fuße der Burg leerte sich und verharrte in der Zeit. Jahrzehntelang blieb es stumm, lauschte dem Regen auf den Ziegeln, dem Wind in den Spalten, den Stimmen, die nicht mehr da waren. Dann änderte sich etwas.
Heute beherbergt Castelfalfi ein Fünf-Sterne-Resort, das dem Gut seinen einstigen Glanz zurückgegeben hat, nachdem die Familie Lohia das Anwesen 2021 übernommen und eine umfassende Restaurierung eingeleitet hat. Mehr als eine Investition – eine Geste der Liebe.
„Als Sri Prakash Lohia das Gut zum ersten Mal besuchte, verliebte er sich in den Duft der Erde“, erinnert sich Geschäftsführer Mounir Husseini.
Der Ausgangspunkt für die Neugestaltung der Räume war ein aufmerksames Zuhören – eine Haltung, die es ermöglichte, die Geschichte respektvoll und zugleich visionär zu bewohnen. „Jedes Element wurde sorgfältig ausgewählt, um die richtige Atmosphäre zu schaffen. Hier ist jede Geste ein Maß, jede Präsenz ist notwendig“, sagt Mounir Husseini.
Die von Edra entworfenen Möbel fügen sich mit der Anmut idealer Gäste in diese Räume ein. Schon in der Lobby ist ein Gefühl von Ruhe und Geselligkeit spürbar. Das Sofa On the Rocks mit seinen beweglichen Formen wird zu einer Insel, auf der die Zeit stillzustehen scheint. Der weiche Komfort des Standard lädt zur Entspannung ein.
Doch vor allem sind es die spiralförmigen Silhouetten des ikonischen Sofa-Paares Tatlin, die den Blick fesseln. Mit Samt bezogen, in einem neuartigen Grün und Beige, erinnern sie an die Farben der Landschaft, die sich hinter den Glasfronten erhebt, und ziehen den Blick wie ein Magnet ins Unendliche.
„Jedes Stück, das in Castelfalfi seinen Platz gefunden hat, ist aus einem tiefen Dialog mit der Seele dieses Ortes entstanden“, erklärt Monica Mazzei, Vizepräsidentin von Edra. „Schließlich ist unser Firmensitz ganz in der Nähe. Wir teilen denselben Horizont, dieselben Sonnenuntergänge, dieselbe Vorstellung zeitloser Schönheit.“
Neben den Sitzgelegenheiten bilden die Cicladi-Couchtische einen Archipel aus Volterra-Alabaster. Es sind organische Formen, scheinbar spontan, aber mit akribischer Sorgfalt entworfen: wahre funktionale Skulpturen, die die harmonische Unregelmäßigkeit der Natur widerspiegeln.
Die Leuchte Ines wiederum ist eine Hommage an die Leichtigkeit, die sich präzise in diese Räume einfügt. Aus handgegossenem Polycarbonat gefertigt, leuchtet sie in einem goldenen und vibrierenden Licht, warm wie ein Sonnenuntergang über einem Weizenfeld. Wie jedes andere Element wurde sie gewählt, um die lokale Essenz hervorzuheben, niemals um sie zu überlagern. „Wir sind lediglich dem Rhythmus des Ortes gefolgt“, gesteht Mounir Husseini. Und das spürt man.
Das umliegende Anwesen ist eine Welt für sich: 1100 Hektar Natur mit Wäldern, Weinbergen, Seen, Wegen und einem der malerischsten Golfplätze Italiens.
Zusammen mit dem Resort ist auch das Dorf wieder zum Leben erwacht. Gäste und Bewohner mischen sich in den Geschäften an der Hauptstraße und an den Tischen der Eisdiele. Es gibt eine Vinothek, eine Kochschule, ein Spa, das auch für Nicht-Hotelgäste zugänglich ist, und tausende Wege, die man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder einfach nur mit dem Blick erkunden kann.
Hasen, Rehe, Füchse. Bei Sonnenuntergang werden die Farben flüssig, und alles scheint sich in einer uralten Ruhe widerzuspiegeln, die sich überall ausbreitet.
Der Charme von Castelfalfi liegt schließlich genau darin: in der seltenen Verbindung von Natur, Architektur und menschlicher Geste. Die Edra-Möbel, die in den Gemeinschaftsbereichen verteilt sind, verkörpern ein Gleichgewicht aus Farbtönen und Formen, die von Erde, Stein und Wäldern inspiriert sind. Sie drängen sich nicht auf, sondern treten in einen stillen Dialog mit Licht, Materialien und Menschen.
So wird jedes Objekt zu einem taktilen Erlebnis, jede Sitzgelegenheit zu einer emotionalen Pause. Nichts ist zufällig dort. Und doch bleibt am Ende nichts wirklich unbeweglich: Denn in Castelfalfi verändert sich die Einrichtung ständig, in einem ewigen work in progress, das immer wieder neue Elemente hinzufügt.
Wie die Outdoor-Sofas Standard und Sherazade, die weichen Komfort nach draußen verlagern, gekleidet in Every Stone in den Farben von Olivenbäumen und Most, während die Outdoor-Sitzgelegenheiten der Kollektion A’mare marine Lichtblitze hinzufügen. Tische, Bänke, Sessel und Liegen, handgeformt aus recyceltem Polycarbonat, das wie verfestigtes Wasser glänzt und den rosafarbenen Himmel der toskanischen Abende widerspiegelt.
Wenn die Nacht hereinbricht, erstrahlt das Dorf wie eine Laterne. Im Sommer mischt sich das Gemurmel der Gespräche mit dem Zirpen der Grillen, während Gläser klingen und Schritte auf den Steinen widerhallen.
In der Herbstsaison kleidet sich das Anwesen in intensive Farben. Die Wälder werden rot, kupferfarben, gebranntes Orange. Die Luft duftet nach Erde und Holz, der Horizont wird malerisch. „Es ist, als würde man in einem Gemälde von Leonardo da Vinci leben“, schrieb ein Gast.
Und es stimmt: Das Panorama ist nie nur ein einfacher Hintergrund, sondern eine lebendige Erzählung, Ein Rückzugsort für alle, die eine stille Schönheit lieben. Für jene, die zuhören, berühren, kosten. Für alle, die Orte suchen, an denen die Zeit nicht verrinnt, sondern stillsteht.
Die Objekte, die mit diesem Bewusstsein ausgewählt wurden – wie die von Edra –, sind eine Einladung stehenzubleiben, hinzuschauen, langsamer zu werden. Eine zarte Geste gegenüber der Landschaft, um uns daran zu erinnern, was es bedeutet, die Zeit wirklich zu bewohnen.





